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Alexander Süßmair und Benjamin Clamroth

Wie die Axt im Wald

Mal wieder sorgen Umweltreferent Schaal und das Umweltamt für Zündstoff. Für die Renaturierung des Stempflesees sollten 50 Bäume gefällt werden.

 

Mal wieder sorgen Umweltreferent Schaal und das Umweltamt für Zündstoff.
Für die Renaturierung des Stempflesees sollten 50 Bäume gefällt werden.

Was vielleicht gut gemeint war, ist eben nicht gleich gut gemacht. Oberbürgermeister Gribl hat in seiner 100-Punkte-Liste vor der Wahl versprochen, den Stempflesee zu „renaturieren“. Verfaulte Uferbefestigungen sollten entsorgt und der Nährstoffgehalt des Sees gesenkt werden. Damit sollte zum einen die Erholungsqualität als auch die Sicherheit erhöht werden. Dies war schon länger geplant, wurde aber aus Geldmangel verschoben. Da die Wahlen näher rücken, sah sich Umweltreferent Schaal und Gribl nun wohl unter Zeitdruck. Dabei hat Schaal einen „Schönheitsfehler“ übersehen: für die Renaturierung müsste schweres Gerät eingesetzt und für diesen einmaligen Einsatz 50 Bäume gefällt und etwa 25 Bäume zurückgestutzt werden. Darunter sollen angeblich 25 Bäume krank sein. Wahrscheinlich leiden diese an der inzwischen für Augsburg typischen Baumkrankheit „Im Weg stehen“, wie etwa beim KÖ-Umbau, Curt-Frenzl-Stadion, Elias-Holl-Platz, usw. 

Stadtrat nicht informiert

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadträte erst im Nachhinein über derartige Vorgänge und Nebenwirkungen Kenntnis erlangen. Wie dies z.B. auch letztens im Zusammenhang mit der Erweiterung der Moto-Cross-Strecke bei Lechhausen der Fall war. Auch hier erfuhren die Stadträte erst über den Bauausschuss, dass es schwere Bedenken des Naturschutzes gibt. Besonders wenn es um Bäume geht, haben wir den Eindruck, dass diese keinen besonderen Wert für die Stadtregierung und das Umweltamt darstellen. Man scheint ein rein technisches Verhältnis zu ihnen zu haben. Dies wurde auch klar als im letzten Umweltausschuss über Baumfällungen und Nachpflanzungen oder über die Platanen am Elias-Holl-Platz gestritten wurde.

DIE LINKE kritisiert dieses mehr als zweifelhafte Demokratieverständnis und fordert endlich umfassende, den Tatsachen entsprechende und ausführliche Informationen und Diskussionen, nicht nur in den Ausschüssen sondern eben auch im Stadtrat. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass der Umweltreferent Schaal den Naturschutzbeirat regelmäßig in Kenntnis setzt und bei allen naturschutzrelevanten Entscheidungen frägt.

Wer soll das bezahlen?

DIE LINKE hat bei den Haushaltsberatungen, auch schon in den vergangenen Jahren, immer wieder die verschwenderische Ausgabenpolitik für Groß- und Prestigeprojekte der Staatsregierung kritisiert. In diesem Zusammen stößt der LINKEN wieder ein Mal sehr unangenehm auf, dass die Stadtsparkasse die Wahlversprechen und die Pannen der Stadtregierung und des OB finanziert. Anstatt mit dem Geld ihrer Kunden den schalen Glanz der Stadtregierung aufzupolieren, sollten Sie lieber ein gebührenfreies Konto für Menschen mit geringem Einkommen einrichten, die Dispozinsen senken oder die Sanierung von Schulen unterstützen.

gez. Stadtrat Alexander Süßmair                 gez. Stadtrat Benjamin Clamroth