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Alexander Süßmair und Benjamin Clamroth

Energienutzungsplan der Stadt lässt viele Wünsche und Fragen offen

In der Stadtratssitzung vom 20.12.12 wurde der Energienutzungsplan für die Stadt Augsburg beschlossen. Er beschreibt den derzeitigen Stand des Energiebedarfs in Bezug auf Stromversorgung und Wärmebedarf. Des Weiteren werden die Potentiale für neue Photovoltaik-Anlagen, Wasserkraft, Fernwärme und Blockheizkraftwerke (BHKW) detailliert aufgezeigt.

In der Stadtratssitzung vom 20.12.12 wurde der Energienutzungsplan für die Stadt Augsburg beschlossen. Er beschreibt den derzeitigen Stand des Energiebedarfs in Bezug auf Stromversorgung und Wärmebedarf. Des Weiteren werden die Potentiale für neue Photovoltaik-Anlagen, Wasserkraft, Fernwärme und Blockheizkraftwerke (BHKW) detailliert aufgezeigt. Es zeigt sich, dass die Wasserkraft bereits gut genutzt wird, bei der Fernwärme gibt es einigen Stadtteilen, in denen noch erhebliche Ausbaumöglichkeiten vorhanden sind (z.B. Lechhaussen, Herrenbach, Göggingen und Pfersee). Als ganz erheblich stellt sich das Potential bei der Solarenergie da, hier sind bis zu 360 MW Leistung vorhanden. Fast im gesamten Stadtgebiet sind Dachflächen für neue Photovoltaik-Anlagen geeignet.

Konkrete Planung fehlt

Es handelt sich beim Energienutzungsplan größtenteils um kartographische Darstellungen  von Chancen, aber eben um keine konkrete Planung wie die Stadt und Stadtwerke diese Potentiale erschließen wollen. Genau dies war aber der Sinn des Antrags der Stadtratsgruppe DIE LINKE zur Energiewende in Augsburg, den wir am 3. März gestellt hatten. Wie begrüßen zwar, dass unser Antrag mit dazu beigetragen hat, dass es eine öffentliche Informationsveranstaltung der Stadtwerke am 9. November gab und grundsätzlich eine ausführliche Debatte im Stadtrat möglich gewesen wäre. Dies scheiterte am geringen Interesse großer Teile des Stadtrates, was wohl auch daran lag, dass kein konkretes Konzept vorlag. Dieses Desinteresse ist aber um so unverständlicher, da viele Bürgerinnen und Bürger eine Teilhabe an der Energiewende einfordern und die Zukunft der Energieversorgung mitgestalten wollen, z.B. durch Energiebeiräte oder Energiegenossenschaften. DIE LINKE im Stadtrat wird sich weiterhin für eine soziale und demokratische Gestaltung der Energiewende vor Ort einsetzen.

 

gez.                                                                           gez.
Stadtrat                                                                     Stadtrat
Benjamin Clamroth                                                 Alexander Süßmair