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Alexander Süßmair, MdB

Welpenfund in Bayern zeigt Handlungsbedarf

ei einer Routinekontrolle auf der A 70 bei Schweinfurt hat die Polizei am vergangenen Samstag 78 Welpen im Kofferraum eines PKW gefunden. Im Juni hatte DIE LINKE im Bundestag einen Antrag gestellt, um den illegalen Welpenhandel zu stoppen. Er wurde von CDU/CSU und FDP abgelehnt. Dazu erklärt der Tierschutzbeauftragte der Linksfraktion, MdB Alexander Süßmair, Mitglied im Ausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

Bei einer Routinekontrolle auf der A 70 bei Schweinfurt hat die Polizei am vergangenen Samstag 78 Welpen im Kofferraum eines PKW gefunden. Im Juni hatte DIE LINKE im Bundestag einen Antrag gestellt, um den illegalen Welpenhandel zu stoppen. Er wurde von CDU/CSU und FDP abgelehnt. Dazu erklärt der Tierschutzbeauftragte der Linksfraktion, MdB Alexander Süßmair, Mitglied im Ausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

»78 Welpen, in einem Kofferraum zusammen gepfercht und unterversorgt, ein Skandal! Herkunft: Eine so genannten Vermehrungsfarm in Tschechien - Zielort: Belgien. Belgien gilt als Drehkreuz für den illegalen Welpenhandel, denn dort ist es leicht, neue und gültige Papiere für die Tiere zu bekommen. An Bord des grausigen Transports sind gut nachgefragte Rassehunde: Möpse, Berner Sennenhunde, Cocker-Spaniels und Chihuahuas. Sie werden auf Märkten und im Internet zu billigst Preisen verramscht.

Zufällig wurde dieser Transport nun von der Polizei in Bayern entdeckt. Diese Transporte sind schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.  Die Welpen sind meist nicht geimpft und kommen aus hygienisch katastrophalen Verhältnissen - viele Tiere sterben sogar. Das ist nicht nur eine Quälerei für die Tiere selbst, sondern so werden auch Krankheiten eingeschleppt, die gefährlich sind, z.B. die Tollwut. Überdies gehen dem Staat durch den illegalen Welpenschmuggel Millionen an Steuergeldern verloren.

Um den illegalen Welpenhandel wirksam zu bekämpfen, brauchen wir mehr Kontrollen. Wir brauchen auch strengere Spielregeln: DIE LINKE hat im Juni einen Antrag in den Bundestag eingebracht, um eine bundeseinheitliche Chip- und Registrierungspflicht für Hunde einzuführen (Bundestagsdrucksache 17/13934). Bisher sind dafür die Bundesländer zuständig. Vom rechtlichen Flickenteppich profitiert die Hundemafia.

Unser Antrag wurde im Bundestag von CDU/CSU und FDP abgelehnt. Ich frage die zuständige Ministerin, Frau Aigner: Wie wollen Sie ohne diese Registrierungspflicht gegen den illegalen Welpenhandel wirksam vorgehen? Tierschutzorganisationen weisen seit Jahren darauf hin. Wieder einmal zeigt sich: Beim Tierschutz sind CDU/CSU und FDP untätig, zum Leid von tausenden Hundewelpen. DIE LINKE aber handelt!«

 

Alexander Süßmair, MdB
Berlin, 14. Juli 2013