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Alexander Süßmair, Mdb

Illegaler Welpenhandel kostet Augsburger Tierheim über 13.000 Euro

Anfang Mai wurden in Augsburg fünf illegal importierte Welpen sichergestellt. Ohne Impfpässe mussten sie nun 90 Tage in Quarantäne. Jeder Tag kostete 30 Euro – pro Hund. Das ist kein Einzelfall. Der illegale Welpenhandel ist europaweit organisiert, mit mafiösen Strukturen. MdB Alexander Süßmair erklärt dazu:

Anfang Mai wurden in Augsburg fünf illegal importierte Welpen sichergestellt. Ohne Impfpässe mussten sie nun 90 Tage in Quarantäne. Jeder Tag kostete 30 Euro – pro Hund. Das ist kein Einzelfall. Der illegale Welpenhandel ist europaweit organisiert, mit mafiösen Strukturen. MdB Alexander Süßmair erklärt dazu:

»Gerade in den letzten Monaten boomt der illegale Handel mit Welpen. 2012 beschlagnahmte das Veterinäramt in Augsburg zwölf Welpen, die Dunkelziffer ist viel höher. Tierschutzorganisationen laufen seit Jahren gegen diesen illegalen Handel Sturm. Die Welpen kommen meist aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Sie werden in Massen produziert und in Kisten, Käfigen und Kofferräumen durch Europa gekarrt. Für die ‚Hundeproduzenten‘ zählt allein der Profit und nicht das Lebewesen. Oft sind die Tiere krank, ihnen fehlen Impfungen, elementare Pflege und medizinische Versorgung. Je jünger die Welpen, desto besser lassen sie sich transportieren und verkaufen. Viel zu früh von der Mutter getrennt, entwickeln sich die Tiere oft zu unsicheren, stress- und aggressionsanfälligen Hunden, die dann in Tierheimen abgegeben werden. Diese müssen dann aus Spenden- und Steuergeldern für die Folgen dieses illegalen Handels aufkommen, wie auch im konkreten Beispiel in Augsburg.

Im Juni haben meine Fraktion und ich im Bundestag einen Antrag gestellt mit dem Ziel, eine bundesweit einheitliche Chip- und Registrierungspflicht für Welpen einzuführen, damit deren Herkunft, Gesundheit und Haltungsbedingungen nachgewiesen werden können. Wir forderten darüber hinaus in unserem Antrag, in Zusammenarbeit mit inländischen Züchtern und Tierschutzorganisationen weitere Maßnahmen zu prüfen, um illegalen Welpenhandel und den Import von Welpen, die unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet wurden, zu unterbinden.

Leider haben die Regierungsfraktionen den Antrag abgelehnt. Auf Nachfrage (schriftliche Frage 7/80) antwortete uns die Bundesregierung, dass die bestehenden Regelungen ausreichten und nur durch Aufklärung ergänzt werden müssten. Für DIE LINKE ist das zu wenig, denn illegaler Welpenhandel ist tierschutzwidrig, gefährdet die Gesundheit von Tieren und Menschen und verursacht steuerliche Millionenverluste. Hinzu kommen die Kosten der Tierheime und Veterinärämter. Bundesregierung und auch EU müssen endlich handeln!«