Stuttgart 21 würde für mehr als ein Jahrzehnt einen erheblichen Teil aller Schienen-investitionen für Baden-Württemberg binden. Wir wollen kleckern statt klotzen: In diesem Flugblatt stellen wir unser Konzept für ein Bahnsinniges Baden-Württemberg vor – mit drei Grundlinien und 15 einzelnen Schienenprojekten. Mit dabei: Unsere Alternativen für Stuttgart und für die Verbindung nach Ulm.14 Milliarden Euro wird Stuttgart 21 mit der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm realistischerweise verschlingen. Wir zeigen, wie man mit der gleichen Summe dafür sorgen kann, dass die Bahn für alle im Land spürbar verbessert wird. Download (pdf)


 

14. Oktober 2011 Alexander Süßmair, MdB - Vor Ort - Lindau

Bahnhofskongress 2011

 
„Bodenspekulation oder Stadtentwicklung“ war eine der zentralen Fragen , mit der sich rund 50 Eisenbahnexperten und Politiker beim dritten Bahnhofskongress in Lindau befassten. Teilgenommen haben auch zwei Bundestagabgeordnete der LINKEN, nämlich Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin, und Alexander Süßmair, der Sprecher für den ländlichen Raum.

 
Lindau 21 und Stuttgart 21 sind gleichermaßen vor allem Immobilienspekulationsprojekte, di e einer sinnvollen Stadtentwicklung und einer Stärkung und Verbesserung des Schienenverkehrs entgegenstehen. Der Lindauer Inselbahnhof ist hervorragend als Knotenpunkt einer zukünftigen Bodensee-S-Bahn mit integralem Taktfahrplan und Anbindung an den Fernverkehr geeignet. Geradezu ideal ist die Lage am Hafen für die Verknüpfung mit dem Schiffsverkehr.

„Es gibt sehr viele gute und überzeugende Gründe dafür, dass der Lindauer Inselbahnhof erhalten bleibt und zwar als Hauptbahnhof für den Regional- und Fernverkehr.  Es ist nicht akzeptabel, dass vorhandene, funktionierende und für die Zukunft absolut notwendige Eisenbahninfrastruktur zerstört wird, nur damit sich einige wenige mittels Immobiliengeschäften auf Kosten der Allgemeinheit bereichern können“, stellt Alexander Süßmair klar.

Und weiter: "Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Eisenbahn. Vor dem Hintergrund der endlichen Erdölvorräte und dem bedrohlichen Klimawandel ist es unabdingbar, dass wir mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern. Das passiert aber nicht von selbst. Hierfür müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Frühere Haltepunkte und Bahnhöfe in der Stadt und im Landkreis Lindau müssen wieder eröffnet und zusätzliche errichtet werden. Dies ist für die Entwicklung der ländlichen Räume äußerst wichtig. Je besser das Zugangebot ist, desto mehr Menschen fahren mit der Bahn.

Die Privatisierung der Bahn und der geplante Börsengang, an dem die neoliberalen Parteien immer  noch festhalten, sind Irrweg und Irrsinn. Die Bahn muss wieder verstaatlicht werden und dem Gemeinwohl dienen. Auch wird es Zeit, dass in der Führungsebene der Deutschen Bahn wieder Fachleute sind, die wirklich etwas von Eisenbahn verstehen.“
 


Weitere wichtige Informationen

Presseerklärung zum Bahnhofskongress Lindau - Stuttgart (pfd, 62 KB)

Winfried Wolf: Eisenbahn, Bodenspekulation und Stadtzerstörung - Die Beispiele Lindau und Stuttgart (pdf, 258 KB)

Lindau Kombilösung – Sechs Behauptungen und sechs Antworten (64 KB)

 

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