24. Februar 2014 Alexander Süßmair

Sicherheit für Mieter im KUPA West


Nutzungsdauer des Kulturpark West bis zur Bezugsfertigkeit von Alternativen verlängern.

DIE LINKE im Stadtrat hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass wir den KUPA West am jetzigen Standort auf dem Rees-Areal gerne beibehalten würden. Wir sind der Meinung, dass man mit der Aufgabe des KUPA West eine historisch einmalige Chance verspielt und eine gewachsene Struktur zerstört. Leider gab und gibt es für den Erhalt der Gesamtanlage an der Sommestrasse keine Mehrheit im Stadtrat. Als neues Zuhause für den KUPA soll der Gaskessel entwickelt werden. Es gibt aber noch keine konkret Planung sondern nur eine vor Kurzem vorgestellt Machbarkeitsstudie.

Die Stadt Augsburg, in Form des Oberbürgermeisters, der Bau-, Kultur- und Wirtschaftsreferenten, sowie einigen Parteien im Stadtrat, hat hochfliegende Pläne. Nicht nur von neuen Künstler- und Veranstaltungsräumen ist die Rede, sondern auch von Büros und Flächen für die »Kreativwirtschaft«. Ein ganz neues Kultur- und Gewerbequartier soll entstehen. Ob und wie dies zu verwirklichen ist, muss erst noch ermittelt werden. Auch die Baukosten stehen noch in den Sternen. Es ist  bereits jetzt von 25 bis 30 Millionen Euro die Rede.

Konkrete Perspektiven für die Künstler statt Luftschlösser

Den Mietern im KUPA West helfen diese hochfliegenden Pläne derzeit wenig. Ihre Mietverträge laufen 2017 aus. Deshalb tritt DIE LINKE dafür ein, die Räume an der Sommestraße so lange zu sichern, bis konkrete Alternativen angeboten werden können. Dazu müssen am Gaskessel, oder woanders, mindestens 8.000 m² adäquate Atelierflächen und Übungsräume (nach Möglichkeit in 30 m², 60m² und 90 m² Größen) zu Mietpreisen von max. 6 €/m² (warm) bereitgestellt werden. Bis dies möglich ist, wird allen Mieter im KUPA, der Verbleib an der Sommestrasse zugesichert. Wir haben nun einen entsprechenden Antrag gestellt.

Stadt trägt Verantwortung - parteiübergreifender Antrag gestellt

DIE LINKE hat zusammen mit SPD und Freien Wählern einen Dringlichkeitsantrag zur Stadtratssitzung am 27. Februar gestellt. Die Künstler, Musiker und anderen Gruppen im KUPA West, brauchen Sicherheit. Dabei hilft es auch nicht, wenn darauf verwiesen wird, dass die Mietdauer im KUPA West begrenzt war. Wie bereits beim Alten Hauptkrankenhaus, sind die Künstler immer das schwächste Glied der Kette. Das kann nicht wieder so sein. Keiner kann versprechen, dass der Gaskessel bis 2017 fertig ist. Auch ist es mehr als fraglich, ob die Stadt Augsburg in den nächsten drei Jahren diese Kosten überhaupt stemmen kann (berücksichtigt man Projekte wie Mobilitätsdrehscheibe, Innovationspark, Sanierung Stadttheater, Schulgebäude etc.). Es wäre ein Desaster, müssten alle Mieter 2017 den KUPA  verlassen, ohne dass es neue Räume für sie gibt. Dies muss verhindert werden. DIE LINKE wird sich dafür einsetzten.

gez. Stadtrat Alexander Süßmair