15. Dezember 2011 DIE LINKE Stadtratgruppe Augsburg

Internationales Kulturzelt statt VIP-Zelt auf dem Plärrer!

Heute entscheidet der Stadtrat in geschlossener Sitzung über die Zulassung eines Bewerbers für ein viertes neues Festzelt auf dem Augsburger Plärrer.  Im April 2010 wurden die Zugangskriterien vom Stadtrat beschlossen. Hier heißt es, dass man ein »kleineres, zusätzliches – in der Konzeption gegenüber traditionellem Bierzeltangebot und Imbiss/ Getränkeausschank erheblich abweichendes Gastronomiekonzept« suche.

Dabei geht es der Mehrheit im Stadtrat wohl um ein »gehobenes« Angebot – in Anlehnung an bekannte VIP-Lokations z.B. auf dem Oktoberfest in München - um ein neues Publikum anzusprechen. Dies beruht auf einer Marketing Studie der Hochschule Augsburg. Es sollen damit neben Privatpersonen vor allem Wirtschaftsunternehmen angesprochen und die Attraktivität des Plärres gesteigert werden.

Wir halten dieses Ansinnen für deplaziert auf einem großen Volksfest wie dem Augsburger Plärrer. Ein solches Angebot ist »exklusiv« – also ausschließend. Wir wollen aber ein Volksfest für alle, gleich welcher Nationalität, Alter oder sozialen Herkunft. Die Stadträte der LINKEN sind der Meinung, es gäbe noch ein anders Konzept, welches auch den formulierten Kriterien des Stadtrats entsprechen würde- nämlich ein »Internationales Kulturzelt«.

Dort könnte kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Ländern angeboten werden, sowie ein internationales Musikprogramm. Dies wäre dann auch deutlich abweichend vom Programm in den »traditionellen Bierzelten«. Ein solches Zelt könnte die Plattform für verschieden internationale kulturelle Veranstaltungen sein und würde dem Faktum Rechnung tragen, dass in Augsburg inzwischen ca. 40 % der Bevölkerung Migranten bzw. Menschen mit Migrationshintergrund sind.

Ein solches Angebot könnte auch für alle Altersschichten gestaltet werden. Wir sind der Überzeugung, dass man mit einem derartigen Angebot die Attraktivität des Augsburger Plärrers ebenfalls steigern könnte. Allerdings in einem deutlich »inklusiveren« Sinne und zwar sowohl sozial als auch kulturell!

 

gez. Alexander Süßmair, Stadtrat