Tierschutz bei Kaninchenhaltung scheitert an zynischer Hinhaltetaktik der Koalition
Alexander Süßmair (DIE LINKE), Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, erklärt anlässlich der Ablehnung eines Antrags der Fraktion DIE LINKE, zur Verbesserung des Tierschutzes von Mast- und Zuchtkaninchen, in der heutigen Ausschusssitzung:
„Eine tierschutzgerechte Regelung der Kaninchenhaltung in Deutschland wäre mehr als überfällig gewesen. CDU/CSU und FDP aber haben heute ausdrücklich gegen den Tierschutz gestimmt,“ erklärt Alexander Süßmair anlässlich der heutigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Drei Anträge von LINKEN, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD, die auf deutliche Verbesserungen bei der Kaninchenhaltung in Deutschland zielten, sind heute von den
Regierungsfraktionen abgelehnt worden. Dies wurde mit fehlenden Ergebnissen aus Forschungsprojekten zur Kaninchenhaltung begründet. Den Oppositionsparteien wurde
wissenschaftsfeindlicher Populismus vorgeworfen.
Alexander Süßmair weiter: „Die Begründung der Koalition, erst auf Forschungsergebnisse einer Untersuchung des Bundesministeriums warten zu wollen, ist vorgeschoben, mehr noch: frei erfunden. Denn die Ergebnisse dieses Projektes sind längst da, wie sogar aus der Homepage des Ministeriums hervor geht!
Es geht offenbar Union und FDP nur um Lobbyarbeit für die Unternehmen. Missstände sollen verschleiert oder heruntergespielt werden und es wird auf Forschungsergebnisse
gehofft, die die Wirklichkeit bei der Tierhaltung schönfärben. Natürlich geht es uns hier nicht um eine pauschale Verurteilung von Kaninchenhaltern und -züchtern, aber gerade in der Massentierhaltung sind die eklatanten Missstände für die Tiere doch bekannt.
Die konkreten Daten reichen bereits jetzt völlig aus, um Haltungsvorgaben zu erarbeiten und zu beschließen. Dem haben sich CDU/CSU und FDP heute verweigert. Das ist weder im Sinne des Tierschutzes noch des Verbraucherschutzes. Es ist die gewohnt rückwärtsgewandte ignorante Verweigerungshaltung einer Koalition der Lobbyisten von Gewinn- und Kapitalinteressen.“
In unserem Antrag, den wir bereits am 4. Mai eingereicht hatten, haben wir folgende Forderungen aufgestellt: